DIB begrüßt Urteil im Zahngold-Fall

Bad Wildungen, 22. August 2014. Als im Herbst 2010 bekannt wurde, dass ein Hamburger Einäscherer über acht Jahre hinweg das Zahngold Verstorbener an sich genommen und verkauft hatte, war die Empörung groß. Gemeinsam mit anderen Mitarbeitern eines Krematoriums schaffte der Mann über 30 kg an Edelmetall beiseite und erhielt durch den Verkauf rund 250.000 Euro. Das Krematorium, in dem der Mann angestellt war, hat nun gegen den ehemaligen Mitarbeiter geklagt und Recht bekommen.

Nachdem in der Vergangenheit verschiedene Gerichte uneinheitlich entschieden haben,  kam das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am 21.08.2014 zu dem Urteil, dass Krematorien das Zahngold eingeäscherter Verstorbener verwahren und verwerten dürfen. Angestellte von Krematorien dürfen jedoch das Zahngold eingeäscherter Toter nicht an sich nehmen und behalten. Das Zahngold stehe zwar in niemandes Eigentum und sei damit herrenlos und Diebstahl am Zahngold scheide damit aus. Doch seien Beschäftigte verpflichtet, Wertgegenstände, die sie bei der Arbeit erlangen, dem Arbeitgeber zu überlassen.

Hermann Hubing, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Bestattungskultur (DIB), begrüßt das Urteil: „Das Thema Zahngold beschäftigt bereits seit einigen Jahren die deutschen Gerichte. Unklar war bisher, wer sich - wenn überhaupt – das Zahngold nach der Einäscherung aneignen darf. Wir befürworten daher das Urteil, weil dadurch endlich Rechtssicherheit geschaffen wurde und die Krematorien durch diese Entscheidung gestärkt werden.“

Am Zahngold Verstorbener soll sich niemand bereichern können, meint Hubing. „Die Angehörigen müssen von den Bestattern und Krematorien darauf hingewiesen werden, dass sie das Recht auf Herausgabe des Zahngoldes der Verstorbenen haben – auch wenn sie normalerweise keinen Anspruch darauf erheben. Unterstützenswert ist deswegen die Praxis, dass Krematorien die verbleibenden Edelmetalle verkaufen und den Erlös für gute Zwecke spenden.“

 Die Pressemitteilung zum Download.

2. Rheinland-Pfälzischer Bestattertag am 27. September 2014

„Wann sind Bestattungsvorsorgen meiner Kunden vor der Sozialhilfe sicher?“ – welcher Bestatter hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt – und vielleicht keine für den Kunden wie auch für ihn selber befriedigende Antwort erhalten?

Fragen zur „Sozialhilferesistenz“ der Bestattungsvorsorgen werden im Mittelpunkt stehen, wenn es am 27. September 2014 wieder soweit ist: Zum zweiten Mal lädt das Deutsche Institut für Bestattungskultur GmbH (DIB) gemeinsam mit Bestatterrheinland-pfalz, der Fachgruppe des rheinland-pfälzischen Bestattungsgewerbes im Landesfachverband Leben Raum Gestaltung Rheinland-Pfalz – Landesinnungsverband für das Tischlerhandwerk, Bestattungs- und Montagegewerbe, zum Branchentreff in das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer der Pfalz nach Kaiserslautern ein, wobei ausdrücklich auch Nicht-Verbandsmitglieder herzlich willkommen sind.

Unter der Schirmherrschaft von Alexander Schweitzer, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz erwartet die Teilnehmer neben einer breiten Produkt- und Dienstleistungspräsentation unserer Partnerbetriebe und der Möglichkeit zum kollegialen Gedankenaustausch auch ein interessantes und vielfältiges Programm mit aktuellen Informationen aus der Branche. Die inhaltlichen Highlights werden dabei sicherlich Wolfgang Eicher, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht, sowie Prof. Dr. Tade Spranger von der Universität Bonn setzten.

Während Eicher als Vorsitzender des für diese Thematik zuständigen 8. Senats des Bundessozialgerichts den Teilnehmern wertvolle Informationen zur Sozialhilferesistenz von angemessenen Bestattungsvorsorgen vermitteln wird, gelingt es Prof. Dr. Tade Spranger mit Sicherheit, anhand von praktischen Beispielen zu Bestattungspflicht, Totenfürsorgeberechtigung sowie tagtäglichen Fragestellungen aus Auftragsverhältnissen zwischen Bestatter und Hinterbliebenen einen sehr praktischen Mehrwert für jeden Bestatter „rüberzubringen“. 

Ein Referat von Tom Witascheck über „Netzwerksicherheit“ und Informationen von Hermann Hubing über unterschiedliche Varianten zur Bestattungsvorsorge runden das inhaltliche Programm ab.

 Das Programm zum Download

10. Hessischer Bestattertag

Zukunftsaussichten und Qualitätsanforderungen waren die Hauptthemen beim 10. Hessischen Bestattertag.

 

Gießen, 12. April 2014. Der Hessische Bestattertag feierte sein 10-jähriges Bestehen. Aus einer kleinen Runde ist eine in der Branche etablierte Veranstaltung geworden, die einen gelungenen Mix aus Informationen aus der Branche, kollegialem Gedankenaustausch sowie eine breite Produkt- und Dienstleistungspräsentation anbot.

Anlässlich des „runden Geburtstags" ehrten Hermann Hubing, Geschäftsführer des ausrichtenden Landesinnungsverbands für das hessische Bestattungsgewerbe, hessenBestatter, und Reinhard Nau, Präsident des Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen, Persönlichkeiten, die sich in den vergangenen 10 Jahren um den Verband und die Veranstaltung verdient gemacht haben.

Das goldene Ehrenabzeichen erhielten Rainer Gebhardt (Blieskastel), Willi P. Heuse (Weiterstadt), Peter Meyer (Michelstadt) und Peter Schneider (Saarbrücken).

Helmut Kohlmann (Hagenow) und Joachim Schlüter (Boostedt) wurden für Ihre Verdienste mit dem silbernen Ehrenabzeichen geehrt.

Grußworte hielten Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, der Präsident der Handwerkskammer Klaus Repp, Reinhard Nau als Präsident des Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen sowie Dr. Wilhelm Kanther, Ministerialdirigent aus dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport.

Im Rahmen des 10. Hessischen Bestattertages erhielten zudem Bestatter aus ganz Deutschland ihre Urkunde, die sie als „Geprüfte Bestatter" auszeichnet. Übergeben wurden die Urkunden von Willi P. Heuse als Prüfungsausschussvorsitzendem und Klaus Repp als Kammerpräsidenten.

Die Festrede zum „Jubiläums-Bestattertag" hielt Hermann Weber, ehemaliger Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V., der den Hessischen Bestattertag von Anfang an begleitet hat. In seinem Rückblick ging Weber auf die „epochale Wende" ein, die vor 10 Jahren durch die Änderung der Handwerksordnung den Bestattern die Möglichkeit zur Innungsgründung eröffnete. Es sei eine zukunftsweisende und richtige Entscheidung gewesen, den Landesinnungsverband der hessenBestatter und das Deutsche Institut für Bestattungskultur zu gründen. Weber lobte die anwesenden Bestatter, die sich tagtäglich dem Wandel in der Friedhofs- und Bestatterwelt stellten und auch mit den Veränderungen, die zum Beispiel mit der Vielfalt der Religionen und dem zunehmend immateriellen Erinnern und Gedenken einhergehen, hervorragend umzugehen wüssten. „Die Menschen dieses Landes brauchen qualifizierte Bestatter an ihrer Seite, wenn Ihnen der Tod begegnet", so Weber.

Im weiteren Verlauf des Bestattertages fanden zwei Podiumsdiskussionen statt.

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Programm 10. Hessischer Bestattertag

Das Programm für den 10. Hessischen Bestattertag steht und ist hier für Sie zum Download hinterlegt. Wir freuen uns darauf, Sie am 12. April 2014 in Gießen zu begrüßen!