DIB weitet Fortbildungsangebot aus: Bestattungsfachwirt/in (HWK) startet in 2017

Bad Wildungen, 08.09.2015. Das Deutsche Institut für Bestattungskultur kann gute Nachrichten verkünden. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Wiesbaden wurde der Vorbereitungskurs zum Bestattungsfachwirt konzipiert und kann ab 2017 in Bad Wildungen durchgeführt werden. Damit bietet das DIB nun alle vier Fortbildungsmöglichkeiten im Bestatterbereich an und deckt die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bestatter ab.
Die Fortbildungsmaßnahme zum Bestattungsfachwirt richtet sich hauptsächlich an Mitarbeiter/innen von Bestattungsunternehmen, die sich im kaufmännischen Bereich qualifizieren wollen und gliedert sich in zwei Abschnitte.

Der Abschnitt A umfasst ca. 250 Unterrichtsstunden, hier werden wirtschaftsbezogene Qualifikationen gewonnen und Kenntnisse in den Fächern „Volks- und Betriebswirtschaft", „Rechnungswesen", „Recht und Steuern" und „Unternehmensführung" vermittelt.

Der Abschnitt B umfasst ca. 300 Unterrichtsstunden und beschäftigt sich mit den handlungsspezifischen Qualifikationen. Im Bereich „Bestattungskultur, -organisation und -technik" werden trauerwissenschaftliche Grundlagen geschaffen, Wissen über andere Kulturen vermittelt und und die vorhandenen Kenntnisse in den Feldern der Trauerarbeit, Beratung für Hinterbliebene, Bestattungsorganisation und Bestattungstechnik vertieft. Im Bereich „Dienstleistungen und rechtlicher Rahmen" sollen die Teilnehmer/innen sterbefallunabhängige Kenntnisse und Fähigkeiten z.B. über bestattungsspezifisches Marketing oder Bestattungsvorsorge erlangen und einen Überblick in die rechtlichen Grundlagen der Bestattertätigkeit bekommen. Unter der Überschrift „Führung und Zusammenarbeit" werden Themen wie Kommunikation, Mitarbeitergespräche. Konfliktmanagement und Mitarbeiterförderung behandelt.

Zur Prüfung ist zuzulassen, wer eine Gesellen- bzw. Abschlussprüfung als Tischler/in bzw. Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement und eine mindestens zweijährige, einschlägige Berufstätigkeit als Bestatter/in nachweisen kann oder eine mindestens fünfjährige, einschlägige Berufstätigkeit als Bestatter/in nachweist. Abweichend davon kann zur Prüfung zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder durch andere Weise glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.
Der Vorbereitungskurs schließt mit der Prüfung vor der Handwerkskammer Wiesbaden ab. Der erste Kurs beginnt voraussichtlich im Januar 2017 und wird 8300 Euro kosten. Unterrichtet wird an der Holzfachschule Bad Wildungen.