Erträge mit jedem Auftrag steigern

Bad Wildungen, 25.09.2017. Kollegialer Austausch und Information beim 3. Rheinland-Pfälzischen Bestattertag Ende September in Kaiserslautern. Veranstalter ist das Deutsche Institut für Bestattungskultur (DIB) gemeinsam mit dem Landesinnungsverband für das rheinland-pfälzische Bestattungsgewerbe, Bestatterrheinland-pfalz. Angesprochen waren alle Bestattungsunternehmen Deutschlands, insbesondere Mitgliedsbetriebe von Bestatterrheinland-pfalz.
Eröffnung Bestattertag
Der dritte Rheinland-Pfälzische Bestattertag fand Ende September in Kaiserslautern statt (Foto: DIB - Deutsches Institut für Bestattungskultur).

Der 3. Rheinland-Pfälzische Bestattertag fand am 23. September 2017 in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer der Pfalz in Kaiserslautern statt. Die Gäste der Branche begrüßte Franz-Josef Grundmann, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Bestatter und Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz.
Inhaltlich bot der Bestattertag ein breites thematisches Spektrum mit mehreren Vorträgen, die Bestattern wertvolle Tipps und Ideen an die Hand geben, um sich in der Branche gut aufzustellen.

So referierte Erasmus A. Baumeister aus Köln, Inhaber der Marketing-Agentur Erasmus A. Baumeister, darüber, wie der Umsatz und Ertrag für jeden Bestattungsauftrag gesteigert werden kann. Dazu erklärte er, wie Bestatter mit einfachen Mitteln ihre Rechnungen perfektionieren können. „Mit einer guten Rechnung können Umsatz und Ertrag gesteigert werden", erklärte Baumeister. Bestatter erfüllen in ihrem Beruf viele unterschiedliche Rollen, sie sind juristischer Berater, Vertrauter, Trauerbegleiter oder Eventmanager. „Sie verkaufen eine hochwertige, individuelle Qualität!", deshalb sei es wichtig, dass all diese Leistungen auch in der Rechnung dokumentiert sind. Um den Ertrag zu steigern ist es deshalb notwendig, alles auf der Rechnung aufzuführen, z.B. auch kleinere Posten wie den Verbrauch von Latexhandschuhe etc. Auch das Beratungsgespräch sollte auf die Rechnung als Posten, der null Euro kostet. So sieht der Kunde welche Gesamtleistungen er für sein Geld bekommen hat.

Baumeister

Erasmus Baumeister erläuterte, wie Bestattungsbetriebe ihre Erträge steigern könne (Foto: DIB - Deutsches Institut für Bestattungskultur).

Im Anschluss erläuterte Dominic Honnert von Bestatterrheinland-pfalz die Wichtigkeit von betrieblichem Arbeitsschutz in Bestattungsunternehmen. Er erklärte, wie eine Gefährdungsbeurteilung im Betrieb abläuft, was zu beachten ist und auf welchen rechtlichen Grundlagen die Pflicht fußt, eine Gefährdungsanalyse durchzuführen. Für Mitglieder von Bestatterrheinland-pfalz besteht die Möglichkeit, Honnert als betriebstechnischen Berater und Fachkraft für Arbeitssicherheit zu buchen und sich Unterstützung für eine Gefährdungsanalyse zu holen. Für Bestattungsunternehmen ist dies insbesondere deshalb wichtig, um nicht in Konflikt mit dem Gewerbeaufsichtsamt zu kommen.

Birgit Aurelia Janetzky, Diplomtheologin und Geschäftsführerin Semno Consulting, referierte zum Thema „Digitale Nachlassregelung – eine Dienstleistung des Bestatters?". Sie ging darauf ein, dass es für den digitalen Nachlass einer verstorbenen Person in Deutschland keine einheitlichen Regelungen gibt. Für die Löschung eines Accounts haben die großen Internetunternehmen jeweils eigene Vorgehensweisen. So gibt es verschiedene Vorsorgemodelle für den digitalen Nachlass. Die Teilnehmenden diskutierten, inwiefern die digitale Nachlassregelung eine Dienstleistung durch Bestattungsunternehmen sein kann.

Im Anschluss stellte Arne Bretschneider, Bereichsleiter Berufsbildung/Schulentwicklung im Fachverband Leben Raum Gestaltung, Ausbildungs- und Weiterbildungsoptionen im Bestattungsgewerbe vor. So gibt es die Möglichkeiten, sich als „Geprüfter Bestatter", „Bestattermeister" oder „Geprüfter Thanatopraktiker" aus- und weiterbilden zu lassen. Das DIB bietet verschiedene Lehrgänge an.

Zum Schluss referierte Willi P. Heuse, DIB-Berater und Geschäftsführer der Heuse Akademie GmbH & Co. KG, zum Thema „Notfallmanagement – welche Regelungen ein Unternehmer treffen muss". Er stellte den Anwesenden die Frage, ob sie alles so geregelt haben, dass das Unternehmen weiterlaufen kann, wenn der Chef längerfristig ausfällt. Heuse zeigte in seinem Vortrag die wichtigsten Punkte auf, die für den Notfall geregelt werden müssen. So sei es zum Beispiel wichtig, dass vertretungsberechtigte Personen benannt und diese darüber informiert sind, welche Regelungen im Fall der Fälle getroffen werden müssen.

Hermann Hubing, Geschäftsführer des DIB, informierte darüber hinaus über die verschiedenen Möglichkeiten zur Bestattungsvorsorge, die durch das DIB angeboten werden.

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Betriebe Bestattungen Linn und Fenster Klotz GmbH für ihre Teilnahme bei qih – Qualität im Handwerk Ehrenauszeichnungen für ihre Bewertungen durch ihre Kunden.

qih Linn

Eine Gratulation vom qih zur 100. Kundenbewertung erhielt Bestattungen Linn (Foto: DIB - Deutsches Institut für Bestattungskultur).

qih Klotz

Die Firma Fenster Klotz erhielt für ihre 500. Kundenbewertung eine Ehrenauszeichnung des qih durch Hermann Hubing überreicht (Foto: DIB - Deutsches Institut für Bestattungskultur). 

Der Bestattertag wurde von mehreren Ausstellern begleitet, die im Rahmen der Veranstaltung ihre Produkte und Dienstleistungen für die Bestattungsbranche vorstellten. So hatten Aussteller und Bestatter die Möglichkeit zum Knüpfen neuer Kontakte, sowie zum Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen.