Heute schon an morgen denken

Bestattungsvorsorge entlastet Angehörige

10.05.2013 Bad Wildungen Sterben und Tod sind immer noch Tabuthemen. Nur wenige Menschen regeln zu Lebzeiten, wie ihre Bestattung aussehen soll. Das schafft vielen Angehörigen Probleme: Die finanzielle Belastung zwingt sie dazu, ungewünschte Bestattungsalternativen zu wählen. Doch auf einem einfachen Weg kann jeder seiner Familie oder Freunden diesen Ärger ersparen.

Die traditionelle Mehrgenerationenfamilie wird seltener, immer mehr ältere Menschen vereinsamen. Kinder leben hunderte Kilometer von ihren Eltern entfernt. Sterben diese, ist den Angehörigen die Pflege der Grabstätte oft nicht möglich: Zu weit ist der Weg, zu groß der Aufwand. Die Wahl einer Urnen-, See- oder sogar anonymen Bestattung ist vor diesem Hintergrund verständlich und wird auch immer häufiger getroffen. Die Folge: Die traditionelle Bestattung auf dem Friedhof ist auf dem Rückzug. Die Bestattungskultur wandelt sich.

Doch nicht immer wählen die Angehörigen freiwillig eine alternative Bestattung. Oft zwingt sie Geldnot zu dieser Entscheidung. Denn eigentlich wünschen sie sich einen dauerhaften Ort, an dem sie um Mutter oder Vater trauern können – steigende Gebühren lassen das aber nicht zu.

Einen Ausweg bietet die Bestattungsvorsorge des Deutschen Institutes für Bestattungskultur (DIB). Sie ermöglicht jedem, sich um die Absicherung der eigenen Bestattung zu kümmern. „Auf diesem Weg geben Sie Ihren Hinterbliebenen die nötige Freiheit, würdevoll trauern zu dürfen", erklärt DIB-Geschäftsführer Hermann Hubing. Denn: Betroffene entscheiden sich selbst für einen Bestatter ihres Vertrauens, legen den würdevollen Rahmen der Bestattung nach den eigenen Wünschen fest, regeln die finanzielle Abwicklung und räumen die Belastung für ihre Angehörigen zuverlässig aus dem Weg.

Eine Bestattungsvorsorge ist eine zweckgebundene Finanzierung, die vor dem Zugriff Dritter geschützt ist – auch vor dem Zugriff von Sozialämtern. Das hat das Bundessozialgericht höchstrichterlich entschieden. Das heißt: Sozialämter dürfen nicht verlangen, dass eine Bestattungsvorsorge beispielsweise zur Deckung von Kosten eines Alten- oder Pflegeheims verwendet wird. Selbst wenn die Vorsorge erst kurz vor der Aufnahme in ein Heim abgeschlossen wurde.

Eine Bestattungsvorsorge enthält entweder einen Treuhandvertrag mit dem DIB und dem DIB-Partner Volksbank Mittelhessen eG oder eine Sterbegeldversicherung mit dem DIB-Partner „Allwest", einem Unternehmen der Signal-Iduna-Gruppe. Die Höhe der Vorsorge wird ganz auf die Wünsche der Interessenten abgestimmt. Los geht es schon bei 500 Euro Vertragsvolumen (Treuhand) oder bei 2500 Euro für eine Sterbegeldversicherung. Es können Einmalzahlungen oder monatliche Raten vereinbart werden.

Ein Treuhandvertrag kann in jedem Alter abgeschlossen werden, eine Sterbegeldversicherung steht Menschen bis zum Alter von 84 Jahren offen. Eine Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich. „Handeln Sie verantwortungsvoll und fürsorglich gegenüber Ihren Angehörigen und Freunden", sagt Hermann Hubing. „Kümmern Sie sich rechtzeitig um die eigene Bestattungsvorsorge."

Das Deutsche Institut für Bestattungskultur ist ein Unternehmen des Landesinnungsverbandes für das hessische Bestattungsgewerbe, hessenBestatter. Es bereitet Betriebe auf die Prüfung zum „Geprüften Bestatter" und zum Bestattermeister vor. Zudem bietet das DIB zahlreiche Fort- und Weiterbildungen an, veranstaltet den jährlichen Hessischen Bestattertag und ist Mitveranstalter der Hessischen Messe für Bestattungskultur PAX.