Vatikan untersagt das Verstreuen der Asche Verstorbener

20.11.2016. Die Asche katholischer Verstorbener darf nicht verstreut oder aufgehoben werden. Dies geht aus einer neu veröffentlichten Anweisung der vatikanischen Glaubenskongregation hervor („Ad resurgendum cum Christo" – Um mit Christus aufzuerstehen).
Im Fall einer Feuerbestattung müsse sichergestellt werden, dass die Überreste des Toten „an einem heiligen Ort die letzte Ruhe finden", sagte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller. Dazu gehörten ein Friedhof, eine Kirche oder ein anderer autorisierter Andachtsort.
Nur so sei gewährleistet, dass der Verstorbene nicht vom Andenken ausgeschlossen, vergessen oder respektlos behandelt werde. Entsprechend „ist es nicht erlaubt, die Asche des gläubig Verstorbenen in der Luft, an Land, auf See oder in irgendeinem anderen Weg zu verstreuen; auch darf sie nicht in Andenken, Schmuckstücken oder anderen Objekten aufbewahrt werden".

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Trauernden Raum geben

November 2016. Zum 105-jährigen Bestehen von Bestattungen Uthe in Eschwege (Nordhessen) und fünf Jahre nach der Ausbildung zum Geprüften Bestatter und Bestattermeister, hat Geschäftsinhaber Matthias Uthe kürzlich seine modernisierten und umgestalteten Räumlichkeiten in Betrieb genommen. „Die Maßnahme musste über die Jahre verteilt werden, da das Geschäft uneingeschränkt weiter betrieben wurde. Es war uns wichtig, den Trauernden in einer dem Anlass angemessenen Räumlichkeit zu begegnen, in der sich die Kunden geborgen fühlen. Besonderen Wert haben wir auf die Gestaltung des neuen Abschiedsraumes gelegt, da dieser in den letzten Jahren immer mehr verlangt wurde und die Aufbahrung im eigenen Hause hingegen immer seltener gewünscht wird. Die neue Kapelle bietet mehr Personen Platz, ist Licht durchflutet und barrierefrei zu erreichen" erklärt der Bestattermeister die Veränderungen bei Bestattungen Uthe.

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Krimifreunde zwischen Särgen

November 2016. Halten Sie das Motto „Gestorben wird immer, für unser Unternehmen braucht nicht geworben zu werden!" für richtig? Wir finden, dass diese Auffassung längst überholt ist. Wer als Bestattungsunternehmen am Markt Bestand haben will, kommt um gezielte Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen nicht herum. Diese können auch ungewöhnlich sein und müssen nicht direkt etwas mit den Themen Trauer und Tod zu tun haben. Immer mehr Bestatter nutzen deshalb ihre Räumlichkeiten dazu, auch kulturelle Veranstaltungen durchzuführen und die Menschen aus der Umgebung in das Bestattungsinstitut zu Musikveranstaltungen, Lesungen oder Kochabenden einzuladen. 

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Buchvorstellung: Der Tod! Mal ganz offen gesprochen …

Der Tod ist ein grausiges Sujet. Wahlweise assoziiert man es mit gruseligen Leichen oder der ungeliebten eigenen Vergänglichkeit. Eigentlich will keiner so richtig darüber reden. Doch wenn das Gespräch darauf kommt, hat jeder etwas zu erzählen. Der Tod ist überall, wir werden alle sterben.
In Film und Fernsehen sind täglich Tote zu sehen, in Büchern metzeln Killer Menschen dahin und Computerhelden erschießen sich gegenseitig. Überall sieht man tote Menschen, aber der richtige, der echte Tod, der uns erwartet, den nehmen wir nicht wahr. Das Thema vermeiden wir lieber, darüber spricht man nicht.
Juliane Uhl sieht das anders und schaut ganz genau hin. Die Soziologin arbeitet in einem Krematorium und hat mehr Tote um sich, als jeder Bestatter. In ihrem Buch DREI LITER TOD – Mein Leben im Krematorium beschreibt sie, was tot sein in Deutschland eigentlich bedeutet. Ihre Erfahrungen sind spannend, informativ, sehr emotional und manchmal auch witzig. Selten hat jemand so lebendig und klar über den Tod geschrieben. Das Buch ist keine Hilfe für Menschen, die gerade trauern. In seiner Klarheit, der sehr konkreten Wortwahl und den Bildern, die im Kopf entstehen, ist es der Eisbrecher für das Tabuthema Tod. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, es ergreift den Leser und nimmt ihn mit „DREI LITER TOD sollte nie ein Fachbuch werden, sondern eine Geschichte vom Tod, die unterhält" sagt die junge Autorin, die mit ihrem Mann und zwei Kindern in Halle (Saale) lebt.

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